Auf Spurensuche durch das Welterbe Hamburg

Die genaue Lage der Hammaburg, der ersten Siedlung zwischen Elbe, Alster und Bille, war über viele Jahre unklar. Archäologen haben tief gegraben um dem Rätsel um die Gründung der Stadt auf die Spur zu kommen. Nur wenige Proben der historischen Erde waren hierfür notwendig.

   Hammaburg, Neue Burg und Heidenwall

Von NordNordWest – Eigenes Werk mittels:GeoBasisKarten Hamburg (grau-blau) by Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung (LGV)Rainer-Maria Weiss (Hrsg.): Burgen in Hamburg. Eine Spurensuche, Hamburg 2021, hier insbesondere die Abb. auf S. 84 f. (Neue Burg), 116 (Gesamtanlage) und 171 (Hammaburg I)., dl-de/by-2-0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=115408301

 

Die Hammaburg war ein Handelsplatz

Hier bei der Hammaburg, dem ehemaligen Handelsplatz, beginnen wir unseren Spaziergang durch die letzten Jahrhunderte. Kaum vorstellbar wie es hier im 8. Jahrhundert ausgesehen haben mag! Ein robuster, hölzerner Zaun und Gräben schützten die etwa 50 Meter breite Burganlage. Eine Kirche gab es nicht. Die Bedeutung dieser Ortschaft lag im Handel. Der Name Hammaburg stammt aus dem Altsächsischen. Ham steht dabei für eine umzäunte Wiese oder eine abgegrenzte Bucht in einer Niederung.

undefined   Archäologische Ausgrabungen 2006 auf dem damaligen Domplatz

 

Kontorhäuser für die Reeder

Nur wenige Schritte müssen wir laufen um in die nächste Geschichte einzutauchen. Kontorhäuser säumen die Straße und erzählen Geschichten von Reedern, welche hier den Geschäften der maritimen Wirtschaft nachgingen. Ihre Haupttätigkeiten in den dortigen Bürogebäuden umfassten den handel und Vertrieb von exotischen Waren.

 

Wendeltreppe, Stufen, Treppenhaus   Treppenhäuser im Kontorhausviertel

 

Wie enden in dem UNESCO-Welterbe „Speicherstadt“. Errichtet zu Beginn des 19. Jahrhunderts war sie lange Zeit der weltweit größte zusammenhängende Lagerhauskomplex, der auf Eichenpfählen erbaut wurde. 20.000 Hamburger mussten für den Bau umgesiedelt werden, denn Platz am Wasser wurde benötigt. Anders als heute konnten exotische Waren nur über die Weltmeere transportiert werden.

 

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Von still unidentified photographer for Knackstedt & Näther – Scan vom Original: Bernd Schwabe in Hannover mit Dank an Ilse Paul, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=30294405

 

Nächster Termin für die Führung von vergangenundvergessen: 16.01.26 um 16 Uhr

Tickets unter: https://vergangenundvergessen.de/touren/weltkulturerbe/