Richard Kuöhl, geboren am 31. Mai 1880 in Meißen, war ein war ein deutscher Bildhauer und herausragender Künstler seiner Zeit. Schon früh folgte er seinem Vorbild und Lehrer Fritz Schumacher nach Hamburg. Dieser ist uns allen sehr bekannt, denn unter seiner Regie entstanden das Planetarium im Stadtpark, das Krematorium auf dem  Ohlsdorfer Friedhof und die Bezeichnung des „rote Bachstein-Hamburg“ ist auf seine Tätigkeit als Architekt und Oberbaudirektor der Stadt zurückzuführen.

Mit der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde er entlassen und trat erst nach dem krieg wieder in Erscheinung.

Richard Kuöl jedoch wusste die zeit zu nutzen und  sympathisierte mit dem neuen Regime. Er erfüllte, ohne zu zögern, die Wünsche der neuen staatlichen Auftraggeber. Friederike Weimar: „Er formte heroisch-monumentale Denkmäler und Bauplastiken, die den politischen Zielen der Nazis dienten, wie beispielsweise das Kriegerdenkmal für die im Ersten Weltkrieg Gefallenen des 76-er Infanterie-Regiments am Dammtorbahnhof in Hamburg“.(In: Die Hamburgische Sezession 1919–1933. Geschichte und Künstlerlexikon. Fischerhude 2003, S. 118.)

Nach dem Krieg wurde ihm dies zum Verhängnis.

Steinstraße 13-19 a, NS-Ideologie: „ Zurück zur guten alten Zeit“. Verklärte Darstellungen von Berufen sollten die Ideologie unterstützen.

Altstädter Hof, die Nationalsozialisten ließen hier die olympischen Ringe anbringen. Sie sollten an die Spiele im Jahr 1936 erinnern.