Samstag 14. April 2018

Land & Leute verstehen

Nach monatelanger Planung ist es nun endlich soweit. Es ist erst 7 Uhr morgens und ich stehe mit unzähligen Reiselustigen an der Abfertigung des Hamburger Flughafens. Ein wenig mulmig ist mir schon. In meiner Tasche befindet sich ein Flugticket nach Israel.

Jahrzehntelang haben drei Religionen friedlich nebeneinander und miteinander gelebt. Seitdem im Jahr 1948 Israel seinen eigenen Staat  erhalten hat ist dieses vorbei. Unruhen und kriegerische Auseinandersetzungen prägen den Alltag der Einwohner. Viele meiner Freunde sind beunruhigt. Wahrscheinlich zu Recht. „Wieso ist Dir diese Reise so wichtig?“

Vor über 2 Jahren habe ich eine neue Tour entwickelt. „Das jüdische Leben in Hamburg“. Geplant war eine Wintertour durch den jüdischen Stadtteil am Grindel. Durch den Besuch der Synagoge und der abschließenden Möglichkeit sich  im Cafe „Leonar“ auszutauschen, gibt es die Möglichkeit sich zwischendurch aufzuwärmen. Dies ist bei einem Stadtspaziergang gar nicht so unwichtig.

Ich begann zu recherchieren, las unzählige Bücher, beschäftigte mich mit der jüdischen Religion, sprach mit der jüdischen Gemeinde und besuchte die Synagoge. Ich war überwältigt von den Informationen, traurig über den Verlauf zur Zeit des 2. Weltkriegs und wissbegieriger denn je. Anders als erwartet reichten mir die Informationen von Dritten nicht mehr. Ich muss in dieses Land reisen! Dort wo alles begann…

Meine Reiseroute

Foto: Studiosus