In den letzten drei Jahren war es immer wieder Thema auf meiner Tour „unterm Hafen“: Die „Peking“ kehrt nach Hamburg zurück. Zurück in ihren Heimathafen.

Am 25. Februar 1911 lief der Viermaster bei der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel. Die Baukosten beliefen sich damals auf 680.000 Reichsmark. Als Frachtschiff für den Transport von Chilesalpeter konzipiert, war sie bis zum Jahr 1974 auf den Weltmeeren unterwegs. Erst 1975 wurde sie, schon sehr in die Jahre gekommen, versteigert und ihr Rumpf nach New York ver-/geschleppt. Die Worte „Peking“ und „Heimathafen Hamburg“ wurden erneuert und sie konnte im Museumshafen an der Ostküste besichtigt werden. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass es im New Yorker Hafen keinen Platz mehr für die mittlerweile völlig marode Peking gebe. Das Museum erklärte sich zwar bereit, das Schiff zu verschenken, jedoch war eine schwimmende Überführung der Peking in einen anderen Hafen ohne eine umfassende Instandsetzung nicht möglich. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss 2015 die umfangreiche Finanzierung und huckepack wurde sie 2016 in die Peters-Werft geschleppt.

Gestern nun war es endlich soweit! Nach drei Jahren umfangreicher Sanierung erreichte sie am frühen Nachmittag den Hamburger Hafen. Welch ein Ereignis. Ich selbst konnte sie auf einer Begleitfahrt schon vor Hamburg begrüßen. Was soll ich sagen? Ich schließe mich gern unserem Kapitän an: „Schön, dass Du endlich wieder da bist!“

Termine für die Tour unterm Hafen finden sie hier: https://vergangenundvergessen.de/tickets/