Erinnerungen an das Konzentrationslager (KZ) Neuengamme

Winter 1938. Neuengamme. Ein kleines Dorf nahe der Großstadt Hamburg. Wenige hundert Menschen haben sich hier angesiedelt. Reetgedeckte Häuser lassen die Idylle perfekt erscheinen.

Blick über das Lager und seine Unterkunftsbaracken

 

Doch dieser Schein trügt.

Am 12. Dezember 1938 treffen in Neuengamme die ersten 100 Häftlinge aus dem KZ Sachsenhausen ein. Hier inmitten von Wiesen und Feldern soll das größte Konzentrationslager Norddeutschlands entstehen. Anfänglich geplant als Außenlager für das KZ Sachsenhausen, entwickelt es sich schnell als eigenständiges Lager und baute umgehend eigene Nebenlager auf.

Doch was war der eigentliche Grund für den Bau dieses Lagers? Adolf Hitler wählte Hamburg als Führerstadt aus. Repräsentativen Parteibauten und ein 250 Meter hohes Hochhaus, das Gauhochhaus, sollten in Hamburg entstehen. Hier in Neuengamme wurden die Ziegel für dieses Großprojekt gebrannt und über die Elbe transportiert.

 

Zwischen 1938 und 1945 waren mehr als 100.000 Gegner des Nationalsozialismus, unter menschenunwürdigen Bedingungen,  hier inhaftiert.

50.000 starben an Hunger, Leid und Not.

Die ehemaligen Garagen der SS beherbergen heute die Ausstellung: „Dienststelle KZ Neuengamme: Die Lager-SS“

 

Adresse: Jean-Dolidier-Weg 75, 21039 Hamburg

Öffnungszeiten: Mo-Fr     09:30-16:00 Uhr,        Sa-So    12:00-17:00 Uhr

Eintritt: kostenlos

Telefon: 040 428131500