Das jüdische Jahr 5781 hat begonnen – Herbstfeste bis zum 11. Oktober 2020

Am Vorabend des 19. September 2020 hat mit Rosch HaSchanah das jüdische Jahr 5781 begonnen. Gleichzeitig markiert Rosch HaSchanah den Beginn der jüdischen Herbstfeste bis zum 11. Oktober 2020, an denen es zuerst besonders um das Gericht Gottes und Sein Erbarmen geht, dann aber auch um die Freude am HERRN und an Seinem Wort, der Thora.

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Warntag 2020

Morgen ist es soweit! Das erste Mal nach der Beendigung des Kalten Krieges findet in Deutschland ein Warntag statt. Alle Sirenen und unterschiedlichste Warnmöglichkeiten, welche für den Ernstfall konzipiert wurden, werden getestet.

ntv.de klärt die wichtigsten Fragen:

Was ist der Warntag?

Der bundesweite Warntag findet erstmals am 10. September 2020 statt und wird künftig jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt. Am gemeinsamen Aktionstag von Bund und Ländern werden in ganz Deutschland sämtliche Warnmittel erprobt. Pünktlich um 11 Uhr werden zeitgleich in Landkreisen und Kommunen in allen Ländern mit einem Probealarm die Warnmittel wie beispielsweise Sirenen ausgelöst. Um 11.20 Uhr folgt die Entwarnung.

Was passiert beim bundesweiten Warntag?

Dem Warntag beziehungsweise den Warnungen liegt das Modulare Warnsystem des Bundes zugrunde. An dieses sind unterschiedliche „Warnmultiplikatoren“ angeschlossen, die die Probewarnung verbreiten sollen, damit sie in Radios, TV-Sendern und Warn-Apps ankommt. Gleichzeitig werden auf Ebene der Länder, in den Landkreisen und in den Kommunen „kommunale Warnmittel ausgelöst“, schreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Dazu zählen zum Beispiel Sirenen und Lautsprecherwagen. Auch Werbetafeln in U-Bahnen, Zeitungsredaktionen, soziale Netzwerke und Nachrichten-Apps sollen den Probealarm ausspielen.

Werden überall Sirenen heulen?

Es werden viele Sirenen heulen, aber welche Warnmittel jeweils genau zum Einsatz kommen, entscheiden die örtlichen Behörden. Sirenen sind vor allem nachts zuverlässige Warnmittel. Ihr Heulton holt die Menschen aus dem Schlaf, wenn Fernseher, Radio und Handy ausgestellt sind. Konkrete Informationen erhalten die Menschen zum Beispiel über das Fernsehen, das Radio oder die Warn-App „NINA“.

Wie funktioniert die Warn-App NINA?

Die Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz „NINA“, wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn entwickelt und ist mit dem Modularen Warnsystem verknüpft. Das ist das satellitengestützte Warnsystem des Bundes, das Warnungen des BBK und lokale Warnungen der Leitstellen verbreitet. NINA empfängt aber auch Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserwarnungen. Die App gibt es kostenfrei für iOS und Android. Die NINA-Informationen werden auch auf anderen Warn-Apps wie Katwarn oder Biwapp ausgespielt.

Warum gibt es den Warntag?

Durch den bundesweiten Warntag sollen auch die Warnanlässe bekannter gemacht werden, so das Bundesamt. Das könnten zum Beispiel Brände oder das Auftreten von radioaktiver Strahlung sein, aber auch Stromausfälle oder Naturgefahren wie Erdbeben oder Überschwemmungen. Auch vor Krankheitserregern wie dem Coronavirus warnt das Bundesamt über die Warn-App NINA bei besonderen Situationen.

Was sind die Ziele des Warntags?

Der bundesweite Warntag soll dazu beitragen, das Wissen um die Warnung in Notlagen zu erhöhen und damit die Selbstschutzfähigkeit der Bevölkerung unterstützen.

Wer ist für den Warntag verantwortlich?

Bund und Länder bereiten den bundesweiten Warntag in Abstimmung mit kommunalen Vertreterinnen und Vertretern gemeinsam vor. Zuständig sind auf Bundesebene das BBK, auf der Ebene der Länder die jeweiligen Innenministerien und auf der Ebene der Kommunen in der Regel die für den Katastrophenschutz zuständigen Behörden.

Bei welchen Anlässen wird die Bevölkerung gewarnt?

Der Alarm kann bei einer Vielzahl von Anlässen erfolgen. Dazu gehören:

  • Naturgefahren
  • Unfälle in Chemiebetrieben
  • Krankheitserreger
  • Radioaktivität
  • Feuer
  • Waffengewalt, Angriffe

Die Warnungen können je nach Gefahrenbereich von unterschiedlichen Institutionen kommen, zum Beispiel von der Feuerwehr, Polizei, Hochwasserzentralen oder dem Deutschen Wetterdienst.

Gibt es eine allgemeine Empfehlung, wie man sich im Ernstfall verhalten soll?

Das BBK teilt dazu mit: „Mit jeder Warnung erhalten Sie in der Regel Informationen zur Gefahr und Empfehlungen, was Sie zu Ihrem Schutz tun können. Generell gilt: Bewahren Sie Ruhe, informieren Sie sich über die Medien und unterrichten Sie gegebenenfalls Ihre Nachbarn.“

Quelle: ntv.de, jsc/dpa

 

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Nach 88 Jahren zurückgekehrt!

In den letzten drei Jahren war es immer wieder Thema auf meiner Tour „unterm Hafen“: Die „Peking“ kehrt nach Hamburg zurück. Zurück in ihren Heimathafen.

Am 25. Februar 1911 lief der Viermaster bei der Hamburger Werft Blohm & Voss vom Stapel. Die Baukosten beliefen sich damals auf 680.000 Reichsmark. Als Frachtschiff für den Transport von Chilesalpeter konzipiert, war sie bis zum Jahr 1974 auf den Weltmeeren unterwegs. Erst 1975 wurde sie, schon sehr in die Jahre gekommen, versteigert und ihr Rumpf nach New York ver-/geschleppt. Die Worte „Peking“ und „Heimathafen Hamburg“ wurden erneuert und sie konnte im Museumshafen an der Ostküste besichtigt werden. Im Oktober 2012 wurde bekannt, dass es im New Yorker Hafen keinen Platz mehr für die mittlerweile völlig marode Peking gebe. Das Museum erklärte sich zwar bereit, das Schiff zu verschenken, jedoch war eine schwimmende Überführung der Peking in einen anderen Hafen ohne eine umfassende Instandsetzung nicht möglich. Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschloss 2015 die umfangreiche Finanzierung und huckepack wurde sie 2016 in die Peters-Werft geschleppt.

Gestern nun war es endlich soweit! Nach drei Jahren umfangreicher Sanierung erreichte sie am frühen Nachmittag den Hamburger Hafen. Welch ein Ereignis. Ich selbst konnte sie auf einer Begleitfahrt schon vor Hamburg begrüßen. Was soll ich sagen? Ich schließe mich gern unserem Kapitän an: „Schön, dass Du endlich wieder da bist!“

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„Winterreise“ Ein Film von Anders Østergaard, Premiere am 7. September 2020

Martin Goldsmith wuchs als ein gewöhnlicher amerikanischer Junge auf. Aber von seiner Kindheit an hing ein großer Schatten über der Familie. Der bekannte Radiomodertor wusste nur, dass seine Eltern, beide säkuläre Juden, aus Deutschland stammten und dass seine Verwandtschaft im zweiten Weltkrieg gestorben sei. Für seine Eltern hatte in Amerika ein neues Leben angefangen – ein Leben, in dem man keine Frage über die Vergangenheit stellt. Erst als erwachsener Mann, nach dem Tod seiner Mutter, brach Martin den Bann und befragte seinen Vater zu der deutschen Vergangenheit seiner Eltern und der gesamten Familie in den 30er Jahren.

Die Gespräche zwischen Vater und Sohn erwecken die schöne und schmerzhafte Geschichte der Eltern über Liebe, Musik und Tod in Berlin der Kriegsjahre zum Leben. Beide waren begabte Musiker, Günther noch ganz am Beginn seiner Karriere, Rosemarie schon Orchestermusikerin. Aber nach dem Erlass der Nürnberger Gesetze 1935 konnten sie nur noch als Mitglieder des Jüdischen Kulturbundes auftreten, einer fragwürdigen Organisation, die vollständig von der Reichskulturkammer kontrolliert wurde.

Der Film folgt den Gesprächen zwischen Vater und Sohn, während sich die Vergangenheit der Familie mit raffiniert bearbeitetem Archivmaterial entfaltet, entsteht in der Gegenwart des Films eine langsame Annäherung zwischen Vater und Sohn, die sich anfühlt wie die Überwindung eines riesigen Grabens aus ungesagten Worten. In Sprache und Land, Heimat und Kultur waren die beiden einander fremd geblieben.

Martin Goldsmith ist selbst zu hören als Gesprächspartner seines Vaters, der in WINTERREISE von Bruno Ganz in seiner letzten, sehr intensiven Rolle verkörpert wird. Der Film beruht auf dem Buch, das Martin Goldsmith nach den Gesprächen mit seinem Vater schrieb: „Die unauslöschliche Symphonie. Musik und Liebe im Schatten des Dritten Reiches – eine deutsch-jüdische Geschichte“

Hier können sie die Tickets buchen: https://www.abaton.de/