Die Reichsprogromnacht bezieht sich auf ein Ereignis, welches für immer das jüdische Leben in Deutschland und Österreich verändern sollte. Am 9. November 1938 riefen die Nationalsozialisten dazu auf, jüdische Geschäfte und Synagogen zu zerstören. In der folgenden Nacht werden zahlreiche Synagogen, jüdische Geschäfte angezündet, ausgeraubt und zerstört.
Während der vielen Bombenangriffe auf Hamburg wurden unter anderem auch Ämter und Behörden zerstört. Viele wichtige Unterlagen sind seitdem nicht mehr auffindbar. Aus den wenigen Akten, welche erhalten geblieben sind, geht hervor, dass die SS sich in den Abendstunden des 10. Novembers 1038 auf dem Rathausmarkt zusammenfand und damit begann Fensterscheiben zu zertrümmern. Doch nicht nur dies passierte. Auch der jüdische Friedhof Harburg ging in Flammen auf und die Hauptsynagoge auf dem Bornplatz begann zu brennen.

Foto: Von unbekannt – nicht angegeben, PD-alt-100, https://de.wikipedia.org/w/index.php?curid=3016515

 

1988 sagte ein Zeitzeuge dem „Hamburger Abendblatt“: „Ich sah die Flammen aus der Grindelhof-Synagoge schlagen. Davor brannte ein Haufen jüdischer Gebetbücher und Thora-Rollen. Am abstoßendsten fand ich die Gesichter der SA-Männer, die von der brennenden Synagoge angestrahlt wurden. Ich hatte den Eindruck, die Männer waren davon überzeugt, etwas besonders Gutes zu tun.“

Die Gestapo inhaftiert mindestens 879 Juden.

Zur Erinnerung an die Geschehnisse werden jedes Jahr viele Lichter auf dem heutigen Erinnerungsort an der Bornplatzsynagoge aufgestellt.

Auch „vergangenundvergessen“ wird an die Geschichte erinnern. Seien Sie dabei und lernen Sie „Das jüdische Hamburg“ am Samstag den 9. November 2019 um 15 Uhr kennen. Tickets kaufen können Sie hier: https://vergangenundvergessen.de/tickets/